Quadrinity Prozess: Detailinformation

Warum wir tun, was wir nicht wollen  Die Antwort darauf findet sich im Konzept der ?negativen Liebe?, das vom Begründer des Hoffman Prozesses, dem Amerikaner Bob Hoffman, formuliert und als Begriff geschützt wurde:  Wenn ein Kind auf die Welt kommt, braucht es beständig Zuwendung - oder gefühlvoller: Liebe. Aber die bekommt es nicht ununterbrochen. Sobald der Strom der mütterlichen bzw. elterlichen Liebe vorübergehend abbricht, bekommt das Kind, dessen Überleben von dieser Zuwendung abhängig ist, instinktiv das Gefühl: "Mit mir stimmt etwas nicht!" Und es orientiert sich zwangsläufig an den Eltern. Um geliebt zu werden, bemüht es sich, so zu sein, wie die Eltern, nach dem Motto: "Mutter, Vater ich bin genau wie du, liebst du mich jetzt?". In der Folge kopiert das Kind positive und negative Eigenschaften der elterlichen Vorbilder und übernimmt so die Verhaltensweisen (Muster) der Eltern oder Ersatzeltern. So entstehen im sogenannten ?Syndrom der negativen Liebe? die Prägungen. Entweder übernimmt das Kind dabei Verhaltensweisen direkt oder es möchte auf keinen Fall so sein wie die Eltern und praktiziert jeweils das gegenteilige Verhalten, in der Sprache des Prozesses "Rebellion" genannt. Dieser Mechanismus bleibt auch im Erwachsenenalter wirksam, so lange die Prägungen nicht aufgearbeitet werden. Manche dieser Verhaltensweisen sind nützlich, viele aber schaden unserer Lebensqualität und schränken unsere Lebensfreude ein.  Das Kind in uns hält noch im Körper des Erwachsenen bewusst oder unbewusst an diesen Verhaltensweisen, bzw. der Rebellion dagegen, fest, im zwanghaften und ewig erfolglosen Versuch, von den Eltern uneingeschränkt geliebt zu werden. Der Hoffman Prozess hilft diesem Kind, die nötigen Schritte der Nachreifung zu machen, um sich von dieser Form von Elternbeziehung abzulösen  Wie sich der Hoffman Prozess entwickelt hat   Zu Beginn des Jahres 1967 entwickelte Bob Hoffman das Grundkonzept des Hoffman Prozesses in den Vereinigten Staaten. Ursprünglich wurde der Prozess 13 Wochen lang in jeweils zwei dreistündigen Sitzungen pro Woche durchgeführt. Die Gesamtstruktur und der Inhalt des Prozesses sind auch heute, mehr als 30 Jahre nach seiner Entstehung, im wesentlichen gleichgeblieben. Verändert hat sich jedoch die äussere Form. Seit 1986 wird der Prozess in einem Stück in achteinhalb Tagen durchgeführt. In der ursprünglichen Variante wurde festgestellt, dass die in der Therapie vollzogenen Schritte durch die stete Rückkehr in den Alltag immer wieder an Wirksamkeit verloren. Diese Beobachtung kann man auch in den üblichen Langzeitthereapien machen, wo ein Teil der wöchentlichen Sitzungen darauf verwendet werden muss, wieder auf den Stand der vorhergehenden Sitzung zu kommen.  Die aufgrund dessen entwickelte geschlossene Form des Hoffman Prozesses als acht Tage dauerndes Intensivprogramm hat sich als die wirksamere Form erwiesen und bewährt. Für die TeilnehmerInnen beinhaltet diese Woche etwa einhundert Stunden Arbeit. Zwischen Vertretern von Methoden, die auf kurze und intensive Begleitung von seelischen Entwicklungsprozessen ausgerichtet sind, und solchen, die eine langjährige Begleitung für erforderlich halten, gibt es eine Kontroverse. Sie entspringt zwei unterschiedlichen Welt- und Menschenbildern und ebenso unterschiedlichen Lehrmeinungen. Die einen gehen davon aus ? und belegen wissenschaftlich -, dass seelische Heilungs- und Wachstumsprozesse in kurzer Zeit stattfinden können. Die anderen tun dasselbe in Bezug auf die Annahme, dass solche Prozesse viel Zeit benötigen. Der Hoffman Prozess wendet sich an Menschen, die bereit sind, in kurzer Zeit eine intensive Arbeit mit sich selbst zu machen. In dieser Zeit kann der Einzelne Fortschritte erzielen und seelisches Wachstum erfahren, für das es sonst ein bis zwei Jahre regelmässiger Begleitung bedarf. Wer in kurzer Zeit in der persönlichen Weiterentwicklung Erfolge verbuchen will, findet hier kompetenente Unterstützung.  An der Entwicklung dieses Intensivprogrammes haben namhafte Vertreter der Transpersonalen Psychologie mitgearbeitet, wie z.B. der bekannte Arzt, Psychiater und Enneagrammexperte Dr. Claudio Naranjo. Der Hoffman Prozess ist seelische Grundlagenarbeit mit dem Ziel, die Kindheit aufzuarbeiten und mit der eigenen Herkunft Frieden zu schliessen. Er bietet die Möglichkeit, in kurzer Zeit eine Abfolge von seelischen Schritten zu durchlaufen, die seelische Gesundung und persönliches Wachstum ermöglichen. Zu diesem Wachstum gehört, Beziehungsfähigkeit und andere persönlichen Fähigkeiten zu entwickeln.  Warum der Hoffman Prozess wirkt  Der Hoffman Prozess ist ein psychologischer und pädagogischer Prozess. Er ermöglicht den TeilnehmerInnen, in einem kompetent begleiteten Selbsterfahrungsprozess zu erkennen und zu bearbeiten, wie die eigene Persönlichkeit durch negative Verhaltensmuster beider Elternteile (und eventuell Ersatzeltern) geprägt wurde.  Der Prozess beginnt mit der Vorbereitungsphase, in der die TeilnehmerInnen mit Hilfe eines Fragebogens, eines Arbeitsbuches und eines Lebenslaufes ein Bild der eigenen Charakterstruktur erstellen. In diesem Bild geht es vornehmlich um negative Verhaltensweisen, die den elterlichen Prägungen entstammen und die die seelische Gesundheit sowie die Lebens- und Schaffensqualität der Betroffenen beeinträchtigen. Das Erkennen und Benennen von zahlreichen Facetten der eigenen Struktur wird zu Beginn der eigentlichen Arbeitswoche mit Unterstützung der ProzessbegleiterInnen noch verfeinert.  Im ersten grundlegenden Schritt des Hoffman Prozesses benutzen die TeilnehmerInnen das gesammelte Material, um eine heftige Form der Anklage zu führen. Angeklagt wird die sogenannte "dunkle Seite" des jeweiligen Eltern- oder Ersatzelternteils, d.h. dessen negative Struktur aus der Sicht des Kindes. In der Anklage findet eine emotionale Entladung, eine körperlich-seelische Reinigung sowie ein intensiver Bewusstwerdungsprozess statt. Auf diese Weise wird zu den Mustern (negativen Verhaltensweisen) eine innere Distanz eingenommen. Die TeilnehmerInnen machen die Erfahrung, dass sie die Muster loslassen können. Sie erleben, dass es befreiend sein kann, sich von Verhaltensweisen, die einem nicht guttun, klar abzugrenzen und Nein dazu zu sagen.  Im zweiten grundlegenden Schritt des Hoffman Prozesses erforschen die TeilnehmerInnen die Kindheit der eigenen Eltern und Ersatzeltern. Sie erfahren, warum ihre Eltern so geworden sind, wie sie sie in der eigenen Kindheit erlebt haben. Auf der Gefühls- und der Verstandesebene findet hier jeder einen tiefen Zugang zur seelischen Struktur der eigenen Eltern. Das geschieht mit Hilfe einer Technik, die auf intuitive Weise den Zugriff auf Informationen ermöglicht, die jeder Mensch im Unterbewusstsein hat. In dieser Arbeit erwerben die TeilnehmerInnen ein tiefes und umfassendes Verständnis für die Entstehung der eigenen Struktur und Persönlichkeit. Zudem bekommen sie einen überraschenden Einblick, wie Muster über Generationen hinweg weitergegeben werden. In der Verteidigung, wie diese Phase des Prozesses heisst, erleben und verstehen die Betroffenen, warum ihre Eltern nicht anders handeln konnten.  Dieses Verständnis bildet die Voraussetzung für den dritten grundlegenden Schritt im Hoffman Prozess. In der Versöhnung mit den negativ betrachteten Eltern der eigenen Kindheit lernen die TeilnehmerInnen, die Verletzungen und negativen Prägungen dieser Kindheit mitfühlend loszulassen. Dabei erleben sie einen seelischen Raum, in dem eine tiefe Liebe zu den eigenen Eltern empfunden wird, wirkliches Mitgefühl mit ihnen entsteht. So werden die eigenen Eltern in einer ganz neuer Form angenommen. Nach der eigentlichen Arbeitswoche wird dieser Schritt, sofern die Eltern noch leben, auch in einer besonders gestalteten persönlichen Begegnung vollzogen.  Die heilsame Wirkung dieser drei grundlegenden seelischen Schritte besteht unter anderem darin, dass in diesem Ablauf die eigene Charakterstruktur in ihren negativen Aspekten nach draussen gestellt wird. Sie wird auf die Eltern projiziert und mit diesem Abstand angeklagt, verstanden und schliesslich - angenommen! In der Versöhnung mit den negativen Eltern der Kindheit findet die Versöhnung mit sich selbst statt. Hier geschieht Selbstheilung, hier entsteht Selbstannahme und Selbstliebe als Grundlage für Veränderung, wo Veränderung gewünscht wird.  Mit dem Schritt ins Mitgefühl ist die Betrachtung der Eltern im Hoffman Prozess abgeschlossen. In der verbleibenden Zeit lernen die TeilnehmerInnen, wie Veränderungen in der eigenen Charakterstruktur nachhaltig bewirkt werden können, wie mit der eigenen Struktur im Alltag besser umgegangen werden kann und welche Rolle Muster im Beziehungsgeschehen spielen. Sie erfahren und erleben praktisch, dass sie der Gesamtheit ihrer Negativität, der sogenannten dunklen Seite ihrer Persönlichkeit, ehrlich und wirksam begegnen können. Oft genug hüllt sich diese Seite ins Gewand von Angst, Schwäche, Hilflosigkeit, Überheblichkeit oder Besserwisserei. Sie ?weiss? z.B. genau, warum es unnötig ist, den Prozess zu machen!  Die im Prozess vermittelten Werkzeuge werden für den alltäglichen Gebrauch eingeübt, und es werden vergessene Quellen der Kreativität und der Freude erschlossen. Den TeilnehmerInnen werden eine Reihe von einfachen Werkzeugen an die Hand gegeben, die sie befähigen, die persönliche Entwicklung im Alltag selbstverantwortlich so voranzutreiben, dass sie ihr persönliches Potential der Liebesfähigkeit, des Mitgefühls und der Kreativität immer besser ausschöpfen und hinderliche Verhaltensweisen verändern können.  Welche Methoden der Hoffman Prozess verwendet  Wenn man die Arbeitsweise im Hoffman Prozess auf der Ebene therapeutischer Techniken aufschlüsselt, haben dort vielfältige Methoden ihren Platz: Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie ebenso wie Elemente aus der Gestalttherapie. Bioenergetische Übungen und Bausteine aus dem NLP, dem Neurolinguistischen Programmieren, ergänzen das Spektrum dieser Arbeit. Klientenzentrierte Gesprächstherapie hat darin ihren Stellenwert wie aber auch Techniken aus der provokativen Therapie, tiefenpsychologische Arbeit wird geleistet, begleitet von Formen des intuitiven Schreibens und Malens, katathymes Bilderleben findet in umfangreichen Visualisierungen statt.  In einer Diplom-Arbeit, in der die deutsche Theologin und Diplom-Psychologin Christiane Windhausen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unter dem Titel ?Veränderte Selbst-Bilder - Eine kontrollierte Effektivitätsstudie mit Katamnese zum Hoffman Prozess? die Wirksamkeit dieser Therapie untersucht hat, heisst es: ?Der Hoffman Prozess verbindet grundlegende Erkenntnisse der Tiefenpsychologie und der Lerntheorien mit wertvollen und praktischen Methoden der humanistischen Psychologie...Was den Prozess dabei auszeichnet, ist die innere Logik seiner Struktur und die Einfachheit seiner Übungen. Anhand der anschaulichen Modelle ist es möglich, in völlig unpsychologischer Sprache komplexe und komplizierte psychologische Vorgänge für jedermann verständlich und für das eigene Leben nachvollziehbar zu machen.?  Wie im Hoffman Prozess gearbeitet wird  Etwa einhundert Stunden therapeutisch begleitete Arbeit in acht Tagen entsprechen von der Stundenzahl einer Therapiedauer von - je nach Dichte der Sitzungen - ein bis zwei Jahren. Um dieses intensive Arbeitsprogramm zeitlich verwirklichen zu können, beginnt der Tag im Hoffman Prozess mit dem Frühstück um 7.30 Uhr. Die erste Sitzung beginnt um 8.30 Uhr. Unterbrochen von einer einstündigen Pause zum Mittagessen beziehungsweise zum Abendessen und einer zusätzlichen halbstündigen Kaffeepause dauert die Arbeit jeden Tag maximal bis 24.00 Uhr. Der Prozess beginnt mit der Anreise am Samstagmorgen um 9.30 Uhr (oder am Abend davor) und endet am Samstagmittag der darauffolgenden Woche um 13.00 Uhr. Den Samstagnachmittag und den Sonntag benötigen die TeilnehmerInnen für die Integration des Erlebten, die durch konkrete Aufgabenstellungen unterstützt wird, und als Ausklang.  Obschon der Hoffman Prozess vom Rahmen der Arbeit her als Gruppentherapie gilt, spielt die Gruppe in dem, was jede(r) in der eigenen Seele erlebt, eine eher zweitrangige Rolle. Die Gruppe bietet ein energetisch unterstützendes Feld, in dem Gefühle aller Art leichter zugänglich werden. Die Persönlichkeiten sämtlicher anderer TeilnehmerInnen sind darüberhinaus dem oder der Einzelnen wertvolle Gegenüber, um sich selbst darin gespiegelt zu sehen und damit die Selbstwahrnehmung zu schärfen. Gearbeitet wird jedoch auf der tragenden Beziehungsebene zum grössten Teil zwischen jeweils einem Teilnehmer oder einer Teilnehmerin und einem Begleiter bzw. einer Bergleiterin. Der Hoffman Prozess ist so gestaltet, dass die TeilnehmerInnen in allen Teilen ihre persönlichen Themen betrachten und bearbeiten und damit einen ganz individuellen Prozess erleben.  Die Beziehung zwischen den BegleiterInnen und den TeilnehmerInnen beinhaltet u.a., dass negative Verhaltensmuster und die damit verbundenen Konsequenzen im Leben näher beleuchtet werden. Dies findet in einer Atmosphäre der wohlwollenden Unterstützung und der liebevollen Klarheit statt. Die Beziehung zwischen BegleiterIn und TeilnehmerIn erstreckt sich auf drei verschiedene Arbeitsformen: Entweder es wird in der Grossgruppe gearbeitet oder in der Kleingruppe oder im Rahmen von Einzelarbeit. Dabei treten in der Grossgruppe wechselweise verschiedene BegleiterInnen mit den TeilnehmerInnen in Kommunikation, in der Kleingruppe und in der Einzelarbeit jeweils nur das Teammitglied, das für diese Woche den Einzelnen zur persönlichen Betreuung zugeordnet ist.  Die TeilnehmerInnen haben während des Prozesses einen Begleiter oder eine Begleiterin, der- oder diejenige während der ganzen Arbeitswoche ihr persönlicher Ansprechpartner bzw. ihre persönliche Ansprechpartnerin ist. Das Team im Prozess hat sich mit Hilfe der Vorbereitungsunterlagen der TeilnehmerInnen gründlich auf die Begleitung vorbereitet. Gewöhnlich betreut ein Begleiter oder eine Begleiterin sechs bis acht TeilnehmerInnen, welche zusammen eine Kleingruppe bilden. In einem Prozess arbeiten zwei bis vier ausgebildete BegleiterInnen, unterstützt von höchstens drei in der Ausbildung befindlichen Assistenten (oder Assistentinnen, so dass die Zahl der TeilnehmerInnen zwischen 12 und 24 liegt. Einzelarbeit findet zu Beginn des Prozesses und an bestimmten entscheidenden Punkten der Prozessstruktur statt, Kleingruppen lockern die Arbeitsstruktur der Grossgruppe immer wieder auf.  Wie der Mensch im Hoffman Prozess gesehen wird  Der Hoffman Prozess arbeitet mit einem vierteiligen (Quadrinität = Vierheit) Persönlichkeitsmodell (deshalb auch Hoffman Quadrinity Prozess): Einen Teil dieser Vierheit bildet der Körper, sozusagen die stoffliche Behausung für die anderen Teile. Einen weiteren Teil bildet das emotionale Selbst, das jedoch ohne die eingangs von Dr. Rüdiger Dahlke angesprochene Nachreifung zumeist in den Kinderschuhen steckengeblieben ist. Mit diesem Anteil der Persönlichkeit wird im Prozess als dem "inneren Kind" gearbeitet. Um die Heilung und Entwicklung dieses seelischen Anteils geht es vorrangig im Hoffman Prozess. Einen weiteren Aspekt bildet das intellektuelle Selbst, der denkende Aspekt, der in unserer Kultur besonders stark ausgeprägt ist, da Erziehung und Schule vor allem diesen Anteil in uns fördern und fordern.  Der Mensch besteht nach diesem Menschenbild aber nicht nur aus Körper, Gefühl und Verstand, sondern es gibt noch einen vierten Aspekt, das spirituelle Selbst, wie es genannt wird. Es ist der seelischer Anteil, der jenseits aller Prägungen heil und unversehrt, liebevoll und liebenswert ist und den jeder Mensch aus jenen Momenten im Leben kennt, in denen er zufrieden, glücklich und mit sich und der Welt eins war. In diesem Teil unserer Seele reichen wir über die Begrenzungen unserer biographischen Prägungen, unserer persönlichen Geschichte hinaus, sind wir also transpersonal, Deshalb wird das Menschenbild des Hoffman Prozesses der Transpersonalen Psychologie zugeordnet. Wie schon vormals C.G. Jung betrachtet die Transpersonale Psychologie den Menschen als eingebettet in die Schöpfung und einen Ursprung, die über die eigene Lebensgeschichte hinausreichen.  Wie es nach dem Hoffman Prozess weitergeht  Die TeilnehmerInnen lernen im Hoffman Prozess eine Reihe von umfassenden und dennoch einfachen Werkzeugen kennen und anwenden. Diese Werkzeuge befähigen den Einzelnen, die eigene Entwicklung im Alltag selbstständig voranzutreiben und die Erfahrung des Hoffman Prozesses zu integrieren. Ebenso ermöglichen diese Werkzeuge, diejenigen Verhaltensweisen, welche die Lebensqualität beeinträchtigen, selbstständig zu verändern. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die vermittelten Techniken geübt und angewendet werden. Empfohlen wird, dafür täglich circa fünf Minuten Zeit aufzuwenden. Wer dies diszipliniert tut, sorgt für eine beständige Integration des Hoffman Prozesses im Alltag. Dabei wird die Wahrnehmung von sich selbst wie auch der Umwelt immer weiter verfeinert, und alte, störende Verhaltensweisen werden immer schneller erkannt und können allmählich verändert werden. Der Hoffman Prozess selbst dauert nur eine Woche und ist ein einschneidendes Erlebnis. Die Umsetzung des dort Gelernten in den Alltag bewirkt im Laufe der Zeit entscheidende Veränderungen im Leben. Dafür gibt es Unterstützung von Seiten des Instituts: für jede(n), der oder die sich um diese Unterstützung bemüht.  Bei Fragen und auftauchenden Problemen können sich die TeilnehmerInnen auch nach dem Hoffman Prozess telefonisch mit ihren persönlichen BegleiterInnen aus dem Prozess in Verbindung setzen. Das Institut bietet ausserdem therapeutische Einzelsitzungen und Gespräche für Paare (auch wenn nicht beide am Hoffman Prozess teilgenommen haben) an. Sollte nach dem Hoffman Prozess ein grösseres Problem auftauchen, kooperiert das Hoffman Institut mit einem Netz von Therapeuten und Therapeutinnen verschiedenster Art - von Körpertherapie bis zur kassendelegierten Psychotherapie. Dies sind zumeist Menschen, die den Hoffman Prozess kennen oder ihn selbst absolviert haben und deshalb darauf eingehen können, wo ProzessabsolventInnen stehen. In einzelnen Fällen rät das Hoffman Team auch ausdrücklich dazu, eine solche Nachbetreuung in Anspruch zu nehmen und ist dann gerne bei der Vermittlung behilflich.  Dieses Netz von Auffangmöglichkeiten bei individuell notwendiger Nachbetreuung ist dem Hoffman Institut ein wichtiges Anliegen, und es wird beständig erweitert. Zum Nachbetreuungsangebot des Institutes gehört auch das Familienstellen, das sich jedoch von der Arbeit Bert Hellingers und seiner Schüler teilweise unterscheidet. In individuellen Rückführungen besteht ausserdem in Einzelsitzungen und an Wochenenden in einer Gruppe die Möglichkeit zur Verarbeitung von Erlebnisssen im Mutterleib und von Geburtserfahrungen. Darüber hinaus werden Integrationswochenenden angeboten, in denen es um die erfolgreiche Umsetzung des Prozesses in den Alltag geht. Voraussetzung dafür, dass das Institut seine Möglichkeiten zur individuellen Nachbetreuung ausschöpfen kann, ist das persönliche Interesse und Bemühen der AbsolventInnen des Hoffman Prozesses. Die bisher gemachten Erfahrungen und die Rückmeldungen von TeilnehmerInnen, die von diesem Angebot Gebrauch gemacht haben, zeigen: Wer sich für die Integration der Prozesserfahrung in den Alltag bewusst und aktiv einsetzt, findet ausreichend Unterstützung auch nach dem Prozess.