Ärzte und Psychiater über den Prozess

Ein Basis-Schritt in der Arbeit mit sich selbst  Nach über 15jähriger Lehr-, Autoren- und Geschäftstätigkeit und in drei Länderm immer unterwegs, war ich ratlos: Zwar hatte ich mein Leben im Griff, und dennoch wurde es von Jahr zu Jahr weniger greifbar.  Erschöpfung und Resignation, ?Hamster im Tretrad?... Bachblüten halfen, die Zustände zu meistern, auch die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen konnte, war da. Neoorientierung war angesagt...aber wie?  Ein starker, konstruktiver Impuls in möglichst kurzer Zeit war nötig ? woher den nehmen? Einer Freundin, welche beruflich fast alle therapeutischen bzw. spirituellen Aktivitätsangebote kennt, werde ich für ihren Tipp wohl noch jahrelang dankbar sein: ?Mach den Quadrinity-Prozess ? und zwar in der Schweiz.?  Mein im Vorfragebogen angegebenes Ziel: Innere und Äussere Zersplitterung auflösen. Meine rein persönliche Perspektive für die nächste Lebensphase klarer erkennen und bewusst darauf zugehen können.? Beides wurde in dieser Woche möglich.  Die Prozess-Struktur, vielleicht besser die Dramaturgie, erschien mir genial. Keine Minute war langweilig oder artete in Therapieroutine aus. Es blieb abwechslungsreich, spannend und auf spielerische Art und Weise hoch effizient. Doch dieser Effekt steht und fällt meines Erachtens mit der menschlichen Haltung und den Fähigkeiten des Therapeutenteams, ein derartiges Energiefeld aufzubauen und auf hohem Niveau flexibel unter Kontrolle zu halten. Hierbei hat mich die einfühlsame und intuitive Begleitung, die Natürlichkeit und  Authentizität von Wolfgang Michael Harlacher und Dieter Kurt Schmidt sehr beeindruckt. Möglicherweise war ihre inspirierende Teamarbeit sogar ausschlaggebend für den Gesamterfolg des Prozesses.  Eine der interessantesten Erfahrungen fachlicher Natur war die Tatsache, dass die erkannten Muster ? verglichen mit den übrigen Teilnehmern ? bei mir deutlich weniger energetische Ladung aufwiesen (ich führe das u.a. auf meinen über zwanzigjährigen Umgang mit den Bachblüten zurück). Aber umso penetranter wirkte sich ihr eingefleischter Automatismus besonders auf scheinbar banale Ebenen aus: So benutzte ich während der ersten Seminartage etwa dreissigmal immer wieder den falschen Treppenaufgang zum Seminarraum. Nach Bearbeiten der väterlichen Muster war das Fehlverhalten plötzlich verschwunden. Dass ich Muster meiner Mutter wirklich losgelassen habe, konnte ich kurze Zeit nach dem Prozess in folgender Beobachtung eindrucksvoll erkennen: Der von ihr übernommene fast zwanghafte Drang, sich nach dem Mittagessen für zwanzig Minuten hinzulegen, war nach dem Prozess verschwunden und ist in dieser Form bis heute nicht mehr aufgetreten.  Derartige unspektakuläre Phänomene sind für mich Wirksamkeitsbeweise jenseits eines psychologischen Placebo-Effektes.  Heute ? ungefähr vier Monate nach dem Prozess ? erlebe ich, dass ich den gewonnenen, vertieften Zugang zu meiner Persönlichkeit, meiner Menschlichkeit weitgehend aufrechterhalten kann. Ein Wiederabgleiten in alte Automatismen bemerke ich schneller und kann es früher abfangen. Mein persönliches Leben ist entspannter und erfreulicher geworden.  Inzwischen empfehle ich Freunden und Teilnehmern meiner Seminare den Quadrinity Prozess als eine Art Basis-Schritt auf dem weg zur Arbeit an sich selbst, wenn ich die Bereitschaft dazu bei ihnen erkenne, und weil ich weiss, dass die Möglichkeiten einer eventuellen Nachbetreuung gegeben sind und genutzt werden können.  Mechthild Scheffer
Institute für Bach-Blütentherapie
Forschung und Lehre
Lehrbeauftragte des Dr. Edward Bach Centre, England,
für Forschung und Lehre in Deutschland, Österreich und der Schweiz Der Quadrinity Prozess - eine Türe zu Dankbarkeit, Mitgefühl und Liebe Ein halbes Jahr später auf den Quadrinity Prozess zurückblickend, fühle ich mich immer noch reich beschenkt. Trotz vieler Jahre Therapie und Selbsterfahrung hatte ich aus einer persönlichen Fragestellung heraus nochmals das Bedürfnis, mich auf meine Wurzeln zu besinnen und diese zu erforschen. Die Auseinandersetzung mit meinen negativen Mustern oder auch meiner Schattenseite mit Zuordnung zu denjenigen von Vater und Mutter war sehr klärend und hilfreich. Zugleich öffnete dies eine Türe zu Dankbarkeit, Mitgefühl und Liebe, die ich in meinem Innersten für meine Eltern empfinde. Eine noch tiefergehende Versöhnung durfte stattfinden.  Parallel dazu erlebte ich eine Stärkung meiner männlichen Identität, eine Unterstützung meiner menschlichen Würde und einen emotionalen Zugang zum Göttlichen in mir - ein ganz entscheidendes Erlebnis meine Lebensgeschichte betreffend.  Als Psychotherapeut sehe ich den Quadrinity Prozess als ein vielfältiges und tiefgreifendes Mittel, das in seiner Durchführung vor allem getragen wird durch die nicht verurteilende, stützende aber auch fordernde und ethisch klare Haltung. Als Kurzpsychotherapiemethode ist der Quadrinity Prozess sehr wertvoll, sei dies für jemanden der sich in Therapie befindet oder nicht. Da man in der Arbeit sowohl mit starken wie auch mit feinen Energien/Prozessen konfrontiert ist, braucht man dazu eine gewisse Stabilität und Selbstverantwortlichkeit. Je nach Prozessverlauf sollte die Möglichkeit einer weiteren therapeutischen Begleitung nach dem Prozess gegeben sein.  Dr. med. FMH Pierre-Alain Emmenegger, Psychiater  Der Quadrinity-Prozess - ein modernes Märchen als Reise zum eigenen Selbst?  Wie die meisten Kinder lebte auch ich damals vor vielen Jahren in der Welt der Märchen und lernte wesentliche Elemente des Lebens durch die Erlebnisse der Märchen-Protagonisten kennen. Später teilte ich das Schicksal der Ritter der Tafelrunde, von Odysseus und Sidharta. Ich entdeckte Freud, C.G Jung und die psychoanalytische Methode der kathathymimaginativen Psychotherapie - und damit die Dimensionen der Unendlichkeit des inneren Seins. Im Arztberuf kam ich in Kontakt mit vielen Schicksalen, mit Glück und Leiden der Menschen, mit dem Streben jedes Einzelnen nach Erfüllung und Ganzheit.  Immer schon fühlte ich eine tiefe Sinnhaftigkeit im individuellen Lebensweg - darin, diesen Weg zu begreifen, einzuordnen in ein Ganzes, ihn zu verstehen als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch wie schwierig ist es, einen roten Faden auf diesem Weg zu finden. Und wie verworren wird doch das Ganze, wenn da noch so vermeintlich einander widerstrebende Tendenzen in einem selbst walten! Kindliche Wünsche drängen sich just in dem Moment in den Vordergrund, wenn der Intellekt besonders schlau sein möchte; der Körper meldet sich mit einer Krankheit, wenn das innere Kind unkontrolliert herumtobt und das spirituelle innere Wesen wird vom Intellekt genormt, begrenzt oder abgelehnt. Und die weise Kraft der Intuition fristet sowieso meist ein Mauerblümchen-Dasein in unserer Gesellschaft. Über allem dann verstricken wir uns in der ursprünglichsten Beziehung unseres Lebens, in der Beziehung zu unseren Eltern oder Ersatzeltern. Wie waren wir doch von diesen zwei Menschen abhängig, wie haben wir sie geliebt, wieviel haben wir doch von ihnen gelernt, kopiert, übernommen, wie haben wir uns doch nach deren Anerkennung gesehnt, wie haben wir uns doch von ihnen abgegrenzt oder haben sie gar abgelehnt - und wie weh hat das getan!  In der Suche nach einem Verständnis für mein Leben und das meiner Mitmenschen, mit denen ich oft so eng verbunden bin, bin ich durch Freunde auf den Quadrinity Prozess gestossen - und habe mich in vielen Wochen Vorarbeit und in zehn intensiven Tagen der Selbsterfahrung auf eine der grössten Reisen meines Lebens begeben. Wie in den früheren Märchen hatte ich unterschiedlichste Prüfungen zu bestehen, öffnete geheime Türen, verirrte mich in dunklen Wäldern, wurde von Menschen abgeholt, die ganz für einen da waren und löste am Schluss das Rätsel, wie all das Widerstrebende in meinem Leben zusammenhängen könnte.  Den Therapeuten dieses seit den 60er-Jahren bewährten Quadrinity Prozesses gelingt es, durch eine äusserst kompetente Vernetzung von verhaltenstherapeutischen, bioenergetischen, primärtherpeutischen und gestalttherapeutischen Methoden den Teilnehmer mit grossem Engagement und liebender Unterstützung auf dem Weg zu seinem Selbst anzuleiten und zu begleiten. Für den Teilnehmer resultiert nach einem strengen Weg der Selbst-Konfrontation ein hohes Mass an Autonomie, Lebensfreude und Wissen um seinen Platz in dieser Welt, verbunden mit seinen Eltern, verfügend über die Kraft des Intellekts, über die spielerische Freude des Kindes, über die Ausdrucksformen des Körpers und über die schöpferische Potenz der Intuition, eingebettet im Wissen um das spirituelle Sein des Menschen, welcher Religion auch immer er anhängen mag.  Als allgemeinmedizinisch und psychotherapeutisch tätiger Arzt kann ich all den Menschen diesen Selbsterfahrungs-Prozess empfehlen, die sich mit der widerstrebenden Natur ihres Seins konfrontieren möchten; die die Kraft verspüren, sich mit ihren Eltern, ihren Prägungen, ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen; die den Wunsch und die Energie haben, sich in ihrer Gegenwart, ihr Leben einzufügen und die Möglichkeiten erlernen möchten, ihre Zukunft frei und eigenverantwortlich zu gestalten.  Märchen erzählen uraltes Wissen über das Leben selbst. Lassen wir uns doch auch heute davon bezaubern und begeben uns auf die abenteuerliche Reise zu uns selbst!  Dr. med. FMH José Inauen, Allgemeine Medizin  Der Quadrinity Prozess, wie ich ihn erlebt habe - als Frau, als Aerztin.  Da ich den objektiv berechtigten Eindruck hatte, mich in meinem Leben im Kreis zu drehen, suchte ich im Quadrinity Prozess einen Ausweg aus dieser Sackgasse. Ein Kollege hatte mich mit der eindrücklichen Schilderung seines Prozesses angesteckt.  Wie oft hatte ich mir schon vor Augen gehalten, was ursprünglich an meinen Beziehungsproblemen und depressiven Zuständen schuld sei. Aber die Einsicht in die Ursache hatte mich nicht davor bewahrt, mich immer wieder in Situationen zu begeben, die mich auf dieselbe Art verletzten. Die Therapien, die ich durchmachte, verliefen bis auf eine Ausnahme ebenfalls nach diesem Muster: Irgendwann kam es zu Missverständnissen und zu einem Bruch. Ich war nicht in der Lage, aus diesen Inszenierungen von Rebellion und Kapitulation auszusteigen, weil mir die Brücke zu einem neuen Standpunkt, der von Kopf, Herz und Körper gleichermassen eingenommen wurde, fehlte.  Während 8 Arbeits- und 2 Ruhetagen habe ich mich zusammen mit 11 anderen Quadrinities auf eine erlebnisreiche Reise durch meine persönliche Geschichte, meine Gefühle, geheimen Wünsche und Hoffnungen, meine schönen und hässlichen Seiten begeben. Ich fühlte mich wie eine Bildhauerin, die mit allen Höhen und Tiefen, welche einen solchen Prozess begleiten, aus einem formlosen Stück Fels in harter Arbeit etwas herausmeisselt. Die Präsenz und Unterstützung der Therapeutinnen und Therapeuten, die herrliche Umgebung und die von den Wirtsleuten liebevoll zubereiteten Mahlzeiten kreierten eine Atmosphäre, in der ich mich aufgehoben und getragen fühlte. Die Hauptarbeit bestand darin, das Beste in mir (im Quadrinity Prozess nennt man dies das spirituelle Selbst) freizulegen, und die Verhaltens- und Denkmuster zu erkennen, die diesen wertvollen Teil verdecken und verdunkeln.  Ich gehörte zu denen, die den Weg der Rebellion wählten, um in einer Art Rachefeldzug gegen das Leid anzukämpfen, das meine Eltern mir angetan hatten. In Wirklichkeit kopierte ich dabei nur die Verhaltensmuster meiner Eltern. Ich hoffte wie alle Abhängigen, mir wenigstens Anerkennung durch Nachahmung zu erwerben, wenn ich schon nicht die Liebe bekam, die ich gern bekommen hätte.  Der Prozess half mir, einen Umkehrprozess einzuleiten, der darin besteht, dass ich lerne, all die Energie, all die Hingabe, mit der ich mich auflehnte, dazu zu verwenden, mich selbst und mein Leben als erwachsene Frau anzunehmen und aus dem elenden Kreis der negativen Wiederholungen herauszutreten. Die Wiederbelebung von altem kindlichem Schmerz ist für diesen Prozess wie in jeder Therapie unumgänglich. Aber nicht nur Schmerz erwacht dabei aus seiner Betäubung, sondern das ganze Kind mit seiner Liebe, seiner Freude, seinem Trotz erwacht wieder zum Leben und erhält eine neue Chance, integriert zu werden. Schliesslich hat dieses emotionale Kind in uns lange genug im Windschatten des Verstandes seinen Schabernack getrieben und in einer unheiligen Allianz den Intellekt verführt, bestochen und in Sackgassen manövriert. Der Intellekt wiederum hat sich in geeigneten Situationen mit aller ihm zu Gebote stehenden Kälte und Schärfe gerächt und die Emotionen dieses Kindes abgewertet. Es war nun endlich die Zeit gekommen, Frieden zu schliessen auf der Basis gegenseitiger Anerkennung.  Der Prozess bleibt nicht bei der Anklage gegen die Eltern stehen, sondern lässt auch die Eltern zu Wort kommen, die ihren eigenen erlittenen Verletzungen gegenüber genauso hilflos waren wie wir und die trotz bester gegenteiliger Absicht ihr Leid ihren eigenen Kindern weitergaben. Auch hier hat sich für mich ein Weg geöffnet, echten Frieden mit meinen vermeintlichen Widersachern zu schliessen, um frei zu werden für meinen eigenen Weg.  Der Quadrinity Prozess stellt einen hohen Anspruch an die, die ihn durchmachen. Er stellt mich vor die Aufgabe, mein Leben zu verändern. Aber mit der Intensivwoche ist es noch lange nicht getan. Anschliessend galt es, die Erkenntnisse, die ich gewonnen hatte, im Alltag anzuwenden. Unmittelbar nach dem Prozess fühlte ich mich leicht wie ein Vogel, darum glaubte ich fliegen zu können. Zum Glück vergisst man dieses Gefühl nicht so leicht, wenn man es einmal hatte. Doch von nun an musste ich es mir selbst erarbeiten. Der Prozess geht weiter und wird weitergehen, solange ich lebe. Freundinnen und Freunde, die mich gut kennen, bestätigen, dass ich viel offener, herzlicher und fröhlicher geworden bin seit dem Quadrinity Prozess.  Da ich selber als Therapeutin arbeite und meinen Klientinnen und Klienten empfehle, den Quadrinity Prozess zu machen, stellt sich mir immer wieder die Frage nach dem Platz dieser Intensivtherapie im Spektrum der unzähligen Therapiemethoden, die heute die Köpfe und Herzen aller Therapiewilligen verunsichern. Die Interventionsmethoden, die während des Prozesses zur Anwendung kommen, sind im Grunde nicht neu. Das ist es nicht, was einzigartig ist am Quadrinity Prozess. Ganz und gar ungewöhnlich hingegen ist die Rolle, die die Therapeuten einnehmen. Sie sind nicht in erster Linie perfekte Interviewtechniker oder zeichnen sich allein durch hochentwickelte Intuition und Einfühlung aus, sie sind nicht einfach gewöhnliche Projektionsfiguren. Sie sind all dies auch. Für mich waren sie in erster Linie eine Art Spiegel für mein spirituelles Selbst. Sie übernahmen die üblichen Therapeuten-Klienten-Beziehungen überhöht, ohne sie zu verklären. Die Wirkung kommt einem Sog gleich, der das spirituelle Selbst an die Oberfläche und in den Vordergrund zieht. Das spirituelle Selbst ist die fähigste Heilerin in mir, der fähigste Heiler in uns allen. Es geht nicht darum, neue Abhängigkeiten zu entwickeln, sondern die eigenen Heilkräfte zu wecken. Seit meinem Quadrinity Prozess hat sich mein eigenes Verhältnis zur Therapeutinnenrolle noch einmal wesentlich verändert. Ich fühle mich nicht mehr ständig an den Grenzen der Überforderung, weil ich mich viel mehr von einer Art direkten Verbindung zur Klientin oder zum Klienten leiten lasse, die mir Sicherheit gibt.  Ich wünsche mir sehr, dass einige der wichtigsten Elemente des Quadrinity Prozesses Eingang fänden im gebräuchlichen Arsenal therapeutischer Werkzeuge. Es geht ja nicht darum, aus allen TherapeutInnen Quadrinity Therapeuten zu machen oder alle anderen Therapien für überflüssig zu erklären, sondern darum, die Essenz der von Hoffman kreierten Therapiemethode für uns fruchtbar zu machen.  Catherine Sautter, Aertztin für Homöopathie SVHA  Der Quadrinity Prozess - ein sehr wirksames Instrument der Veränderung  Aus einer längeren persönlichen Drucksituation habe ich mich für den Prozess angemeldet. Schon nach der Anmeldung begann ich, mich vermehrt mit meinen Verhaltensmustern auseinanderzusetzen. Durch die differenzierten, später zugeschickten Vorbereitungsunterlagen wurde dieser Prozess weiter angeregt und dadurch für einige Wochen zu meinem täglichen persönlichen Hauptthema.  Im Prozess selbst fühlte ich mich durch die klare Struktur des Prozesses und das Engagement der Therapeuten unterstützt. In einer direkt konfrontierenden Weise wurde ich liebevoll durch einen emotional intensiven und teilweise sehr schmerzhaften Prozess des inneren Loslassens begleitet. Die emotional schwierigen Momente wurden oft durch einen Schuss bissigen Humors und viel Lachen ausgeglichen. Indem die TeilnehmerInnen für sich im gleichen Raum an jeweils der gleichen Aufgabe arbeiteten, entstand eine dichte und anregende Arbeitsatmosphäre und eine unterstützende Verbundenheit innerhalb der Gruppe. Der zeitliche Ablauf ist dermassen straff, dass in den spärlich vorhandenen Pausen nur wenig Zeit blieb für Ablenkung (Plaudern, Diskutieren, Spazieren usw.)  Nach dem Prozess empfand ich eine grosse Dankbarkeit für die grössere Klarheit in den Beziehungen innerhalb der Familie, in meinem Freundeskreis und in meiner Arbeit. Daneben festigte sich in mir eine Mischung aus mehr Weichheit und grösserer Entschlossenheit. Diese Veränderung brachte für mich auch Schwierigkeiten, da sich auch meine Umgebung neu orientieren musste. Einige Beziehungen intensivierten sich, neue entstanden. Es gab auch Beziehungen, die ich nach dem Prozess nicht mehr pflegen wollte. Innerhalb der Familie ist dieser Prozess der Neueinstellung einerseits erleichternd, andererseits auch schmerzhaft gewesen. Ich spürte deutlich, dass die alten Gewohnheiten eben auch Bequemlichkeiten ermöglichten, die ich nicht einfach aufgeben wollte. Als unterstützend empfand ich nach dem Prozess die Kontakte mit verschiedenen TeilnehmerInnen. Erstaunlich war für mich, zu erleben, wie offen wir uns auch nach Monaten noch begegnen konnten.  Als Psychotherapeut erachte ich den Prozess als ein sehr wirksames Instrument der Veränderung, in welchem verschiedene bewährte Techniken vereint und angewandt werden. Der Prozess sollte jedoch nicht direkt verglichen werden mit einer längerdauernden Psychotherapie. Während des Quadrinity Prozesses können wesentliche therapeutische Schritte gemacht werden und so z.B. eine bereits laufende Therapie befruchten. Es kann sich auch herausstellen, dass nach dem Prozess eine Therapie beendet werden kann oder auch, dass eine Therapie begonnen werden sollte. Die verschiedenen Begegnungen mit TeilnehmerInnen nach dem Prozess sind sicher hilfreich, können jedoch eine eventuell noch nötige Psychotherapie nicht ersetzen.  Der Quadrinity Prozess stellt sowohl für Psychotherapie-Erfahrene als auch für psychotherapeutische ?Laien? ein Instrument der vertieften Auseinandersetzung und der Veränderung dar. Für die einen wird der Prozess zum Abschluss einer längeren ?Leidenszeit?, für die anderen zum Anfang einer Lebensphase der Veränderung und Neuorientierung. Bei vielen wird wohl beides zu erwarten sein.  Sicher handelt es sich im Prozess nicht um eine Spielerei, die man sich einfach so ?reinziehen? kann, dazu ist die Struktur nicht geeignet und das TherapeutInnen-Team zu erfahren. Selbstverantwortung ist erforderlich, um den Prozess zu durchlaufen. Wer sich nicht gewachsen fühlt, in der Vorgeschichte massive psychische Probleme hatte (z.B. einen Klinikaufenthalt) oder sehr isoliert lebt, der sollte sich bei den Institutsleuten beraten lassen, ob eine Teilnahme sinnvoll ist, ob ein späterer Zeitpunkt günstiger wäre oder ob eher ganz davon abzusehen ist.  Wenn auch im Verlaufe der Zeit die Intensität der Veränderungen etwas verblasste, zurück blieb ein vertieftes Vertrauen in mich und in meinen Weg (sowohl privat, als auch beruflich und spirituell).  Dr. med. FMH Claude Rui-Muser, Psychiater